Manuel Negwer
Manuel Negwer

Manuel Negwer

Heitor Villa-Lobos: Der Aufbruch der brasilianischen Musik

Schott Music, Mainz 2008, 276 Seiten, mit Begleit-CD

 

brasilianische Ausgabe:

Villa-Lobos: O Florescimento da Música Brasileira

Editora Martins Fontes, São Paulo 2009, Übers. Stéfano Paschoal

Medienecho

 



 

Deutschlandfunk

 

Man staunt, welche Materialfülle Manuel Negwer zusammengetragen hat. Villa-Lobos ist selbstredend die zentrale Figur in diesem vielschichtigen Gefüge."Meine Harmonielehre ist die Landkarte Brasiliens", sagte der Komponist einmal. Ein Motto für den Autor, das es schreibend zu erfüllen galt. Und wie er das macht. Zuweilen geht er mit Villa-Lobos an der Hand weit in die Geschichte zurück, als die Portugiesen das Land besetzten und fragt, welche Kultur sie mitbrachten, welche Lieder, Tänze. Dieses Urmaterial durchleuchtet Negwer auf eine Weise, die die ersten Kapitel unheimlich spannend machen. Sie sind nicht nur glänzend formuliert, sie sind abwechslungsreich, so abwechslungsreich, wie der brasilianische Kontext um den Komponisten auch.

 

 

 

Deutschlandradio Kultur

 

Eine große Stärke von Negwers Biografie ist die kritische und ausführliche Beschreibung der Entstehung von Heitor Villa-Lobos Werken, der seine Kompositionen gern vordatierte oder als Verarbeitung abenteuerlicher Reisen in Brasilien ausgab, nicht zuletzt, um sich in Europa als "brasilianischer Exot" zu präsentieren.

 

 

 

Neue Musikzeitung

 

Ein flüssig geschriebenes Portrait mit kulturgeschichtlicher Einbettung und vielen Streiflichtern auf das kompositorische Werk. Auf der beiliegenden CD interpretiert Villa-Lobos an Klavier und Gitarre eine kleine Auswahl eigener Stücke.

 

 

 

Kosmopolis -

Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin

 

Manuel Negwer hat in seinem sehr musikalisch flüssigen Stil einen wunderbaren Überblick über das Leben, die Bedeutung und die Epoche Villa-Lobos' gegeben. Er selbst ist studierter Musiker und ein leidenschaftlicher Brasilienkenner. Durchaus kritisch fiebert er angesichts der Inventionen und des Erfolges seines Idols mit. Dieses Buch ist in jedem Sinne auch ein Ohrenschmaus - und die Leser erfahren immens viel über die besondere unwiderstehliche Nation Brasilien.

 

 

 

fachbuch journal

 

Das Leben des berühmten brasilianischen KomponistenHeitor Villa-Lobos ist sicher eine Herausforderung für jeden Biographen! Denn dieser bedeutende Musiker neigte zu notorischer Flunkerei und hatte einen skurrilen Humor. Manuel Negwer meistert diese Aufgabe souverän und mit Augenzwinkern. Im Hintergrund erstellt er ein lebensnahes und bildhaftes Panorama der politischen und kulturellen Entwicklungsgeschichte Brasiliens, vor dem er dann das Leben des bisher berühmtesten lateinamerikanischen Komponisten aufrollt. Fast romanhaft wirkt es, wenn er die Landung der Portugiesen im Jahre 1500 aus Sicht der „unzivilisierten" Indios beschreibt.

 

 

 

Akustik Gitarre

 

Der Autor bewahrt eine angenehm nüchterne Distanz, liefert jede Menge fundierter Fakten und entlarvt auch manches als Legende - nicht zuletzt solche von Villa-Lobos selbst inszenierte. Wer sich mit Villa-Lobos beschäftigt, kommt um dieses neue Standardwerk nicht herum, das angenehm zu lesen, stellenweise auch spannend und amüsant ist.

 

 

Neue Zürcher Zeitung

 

Manuel Negwer beleuchtet in dieser Musiker-Biografie stets auch die brasilianischen Elemente, die über das Musikalische hinausführen. Der treffend illustrierte Band gibt Einblicke in die gesellschaftlichen Bezüge des Komponisten: Sie sollten ihm international, aber auch in Brasilien nützlich sein.

 

 

Gitarre & Laute

 

Die Lektüre des vorliegenden Buches von Manuel Negwer ist nicht nur mangels Alternativen jedem zu empfehlen, der sich mit Heitor Villa-Lobos befasst. Es erlaubt Einblicke in seine Lebensgeschichte, die einem Vieles erklärlich machen. Seine Leidenschaft sich selbst zu inszenieren zum Beispiel und seinen elastischen Umgang mit musikalischem Stil und politischen Gepflogenheiten.

 

 

 

caiman.de

 

Schon sein Vater Raul liebte Musik und vermittelte seinem Sohn diese Leidenschaft. Allerdings schwenkte der junge Villa-Lobos bald vom Cello auf Gitarre um und verwandelte sich in einen leidenschaftlichen Anhänger des Choro - der populären Musik Rio de Janeiros. Autor Manuel Negwer schildert diese und andere Geschichten und verknüpft sie gekonnt mit historischen und musikwissenschaftlichen Fakten. Nebenbei gelingt ihm eine lebendige Beschreibung der Kultur Brasiliens zur Zeit Villa-Lobos'.

 

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© Manuel Negwer